manchmal wenn ich zeit habe, so zwischen zwei kopiervorgängen, frage ich mich was ich falsch gemacht habe. warum bin ich keine festplatte geworden? oder eine bookmark-liste? meine eltern, der bleistift und die schmierzettel haben mich
immer gewarnt, "lerne was handfestes!" aber ich war jung und neugierig. ich wollte immer alles und zuerst sehen. blos keinen ballast anhäufen. ich war gut in sprachen und verstand mich mit allen. darum bin ich zwischenablage geworden.
die ersten jahre waren wild und aufregend. ich kannte alle programme, habe jede ecke des speichers belegt und mit vielen gif-bildern geschlafen.
meine besten freunde sind Strg-C Strg-P. Strg-X kann ich nicht leiden. der denkt er wäre einmalig.
immer gewarnt, "lerne was handfestes!" aber ich war jung und neugierig. ich wollte immer alles und zuerst sehen. blos keinen ballast anhäufen. ich war gut in sprachen und verstand mich mit allen. darum bin ich zwischenablage geworden.
die ersten jahre waren wild und aufregend. ich kannte alle programme, habe jede ecke des speichers belegt und mit vielen gif-bildern geschlafen.
meine besten freunde sind Strg-C Strg-P. Strg-X kann ich nicht leiden. der denkt er wäre einmalig.
paranoid - am Montag, 26. April 2004, 23:36
Es ist schön wenn man in das Supermarktregal greift und es ist alles genau da wo es schon immer war. Ich sehe auf mein Handy und es sagt mir 'home zone'. Zu Hause. das ist da wo die Wäsche riecht wie April-frisch-konzentrat-kleine-flasche, die Bettdecke nicht zu schwer und nicht zu leicht ist und wo am Türschild mein Name steht.
paranoid - am Samstag, 24. April 2004, 13:20
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aus der serie, wörter die sich vor langer zeit aus meinem gedächtnis verabschiedet haben, um nostalgischerweise wieder aufzutauchen.
kann ja auch keiner ahnen, dass ich noch mal ein hochhaus betreten würde. müllschlucker. im meiner kindheit der inbegriff von zivilisation. heute so praktisch wie rohrpost.
der müllschlucker war meine erste erwerbsquelle. das tor zu gummitieren und modellbaukästen. marmelladengläser 30 Pfennig die großen und 5 die kleinen. Kilo altpapier 30 Pfennig und altpappe sogar 40.
müllschluckerräume auf halber treppe waren der umschlagplatz. von 'geld ist eh nichts wert' nach 'wer den pfennig nicht ehrt'.
im altpapier versteckten wir dann noch die quelle-kataloge aus dem westen. das brachte nochmal 90 Pfennig.
kann ja auch keiner ahnen, dass ich noch mal ein hochhaus betreten würde. müllschlucker. im meiner kindheit der inbegriff von zivilisation. heute so praktisch wie rohrpost.
der müllschlucker war meine erste erwerbsquelle. das tor zu gummitieren und modellbaukästen. marmelladengläser 30 Pfennig die großen und 5 die kleinen. Kilo altpapier 30 Pfennig und altpappe sogar 40.
müllschluckerräume auf halber treppe waren der umschlagplatz. von 'geld ist eh nichts wert' nach 'wer den pfennig nicht ehrt'.
im altpapier versteckten wir dann noch die quelle-kataloge aus dem westen. das brachte nochmal 90 Pfennig.
paranoid - am Donnerstag, 15. April 2004, 18:19
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gestern einen schönen satz gelesen:
"das buch des lebens ist immer in der mitte aufgeschlagen."
"das buch des lebens ist immer in der mitte aufgeschlagen."
paranoid - am Mittwoch, 14. April 2004, 16:51
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eine dosis suna ist mein monatlicher impfstoff gegen zuviel pragmatismus und rationalität.
paranoid - am Mittwoch, 31. März 2004, 11:41
war ich gestern also beim arzt um mir die jährliche dosis antihistaminika zu besorgen. das ist jetzt nicht mehr so einfach wie früher. früher bekam ich alles und auch noch umsonst. gestern habe ich bezahlt und bekam nichts.
bezahlt habe ich die praxisgebühr von 10 EUR. bekommen habe ich die guten 'Xusal' nicht, weil das den limitierten budgetrahmen meiner ärztin sprengen würde. ich sah die verweinten kinderaugen, kurz vor weihnachten, da die ärztin nicht einmal mehr hustensaft verschreiben konnte. was ist schon meine bescheidene gräserallergie dagegen?
ich bestelle meine medikamente jetzt über 0800DocMorris.com. die ärztin besuche ich trotzdem weiterhin. seit der praxisgebühr hat sie keine patienten mehr und freut sich über jeden der sie besucht. sie wollte mich gar nicht gehen lassen. ich habe mir dann noch die mandeln herausnehmen lassen, jetzt wo ich die 10 EUR schon bezahlt hatte.
bezahlt habe ich die praxisgebühr von 10 EUR. bekommen habe ich die guten 'Xusal' nicht, weil das den limitierten budgetrahmen meiner ärztin sprengen würde. ich sah die verweinten kinderaugen, kurz vor weihnachten, da die ärztin nicht einmal mehr hustensaft verschreiben konnte. was ist schon meine bescheidene gräserallergie dagegen?
ich bestelle meine medikamente jetzt über 0800DocMorris.com. die ärztin besuche ich trotzdem weiterhin. seit der praxisgebühr hat sie keine patienten mehr und freut sich über jeden der sie besucht. sie wollte mich gar nicht gehen lassen. ich habe mir dann noch die mandeln herausnehmen lassen, jetzt wo ich die 10 EUR schon bezahlt hatte.
paranoid - am Dienstag, 30. März 2004, 16:44
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daily soaps sehe ich aus prinzip nicht. schon weil mir die zeit dafür zu schade ist. und dann plagt einen auch immer das gleiche schlechte gewissen. dem serienhelden passieren jeden tag spannende dinge, immer ist was los. ich habe noch nie eine serie gesehen, in der der hauptdarsteller den ganzen tag serien schaut.
aber neulich traf ich einen ghanaesen der wahrscheinlich zum ersten mal einem Berliner begegnet ist. ganz stolz erzählte er mir, er würde sich immer die serie 'Berin, Berlin' ansehen und fragte mich, wie mir denn Lolle und ihre WG gefällt. ich müsste sie doch kennen, da ich in Berlin wohne.
um ähniche peinlichen situationen aus dem weg zu gehen sah ich mich genötigt einmal um 18:50 die ard einzuschalten. da war sie nun die Lolle in ihrer WG in Berlin. nichts gegen die süße Lolle aber am schönsten waren die szenenwechsel. zapp, hackescher markt zapp, schiffbauerndamm, zapp, eberswalder strasse zapp treptower park, zapp alex.
'berlin ick vermiss dir'.
aber neulich traf ich einen ghanaesen der wahrscheinlich zum ersten mal einem Berliner begegnet ist. ganz stolz erzählte er mir, er würde sich immer die serie 'Berin, Berlin' ansehen und fragte mich, wie mir denn Lolle und ihre WG gefällt. ich müsste sie doch kennen, da ich in Berlin wohne.
um ähniche peinlichen situationen aus dem weg zu gehen sah ich mich genötigt einmal um 18:50 die ard einzuschalten. da war sie nun die Lolle in ihrer WG in Berlin. nichts gegen die süße Lolle aber am schönsten waren die szenenwechsel. zapp, hackescher markt zapp, schiffbauerndamm, zapp, eberswalder strasse zapp treptower park, zapp alex.
'berlin ick vermiss dir'.
paranoid - am Dienstag, 23. März 2004, 22:12
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als basketball kommt man eigentlich nicht so weit rum in der welt. es sei denn, sein besitzer überfällt das dringende bedürfnis seine frühlingshaften gefühle mit basketball spielen ausleben zu müssen. und dazu noch 600 km von zu Hause entfernt.
nebenbei konnte empirisch bewiesen werden, dass basketbälle in 10.000 m Höhe größer werden. das erklärt, warum es schwieriger ist in einem flugzeug körbe zu werfen als auf der erde.
PS an die Linzer Tourist-Information: der einzige 'offizielle' Linzer Korb in Auswiesen hat leider den Winter nicht überdauert. Aber es gibt Fun-Courts die Körbe haben. Man muß nur die 6-Jährigen Jungs vertreiben.
nebenbei konnte empirisch bewiesen werden, dass basketbälle in 10.000 m Höhe größer werden. das erklärt, warum es schwieriger ist in einem flugzeug körbe zu werfen als auf der erde.
PS an die Linzer Tourist-Information: der einzige 'offizielle' Linzer Korb in Auswiesen hat leider den Winter nicht überdauert. Aber es gibt Fun-Courts die Körbe haben. Man muß nur die 6-Jährigen Jungs vertreiben.
paranoid - am Samstag, 20. März 2004, 22:14
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ein berliner bestellt in linz einen pfandkuchen und bekommt einen
krapfen.
krapfen.
paranoid - am Dienstag, 9. März 2004, 21:22
prima, hat geklappt!
paranoid - am Montag, 8. März 2004, 14:03
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knallgrau veröffentlicht ein buch über 365 tage twoday.net. von jedem tag des jahres wurde eine geschichte zur veröffentlichung ausgewählt.
am 31.3. soll es mit einer lesung (in wien?) vorgestellt werden. ich bin schon ganz neugierig auf meine co-autoren :-)
am 31.3. soll es mit einer lesung (in wien?) vorgestellt werden. ich bin schon ganz neugierig auf meine co-autoren :-)
paranoid - am Donnerstag, 4. März 2004, 21:37
es ist interessant wo die grenze zwischen interdeutscher verständingung aufhören und der stammesspezifische abgrenzungsdialekt beginnt. immer dann, wenn 'ältere' ebenen der mentalen kognition angesprochen werden, kommt es zu einer aktivierung urzeitlicher 'meme' die sich wie bäume in den boden der jeweiligen stammesregion eingepflanzt haben. gerade bei niederen instinkten wie 'saufen', 'fressen', 'weibern' und 'dissen' sind kreative stammeswortschöpfer am werk gewesen.
dagegen ist selbst die berliner aroganz machtlos.
dagegen ist selbst die berliner aroganz machtlos.
paranoid - am Donnerstag, 4. März 2004, 00:54
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wollt ihr den totalen wirtschaftlichen erfolg? es wird rekrutiert was der arbeitsmarkt hergibt. die rekruten bekommen eine ausbildung im schnelldurchlauf. immer schneller werden die immer jüngeren absolventen an die kundenfront geschickt. notdürftig mit alten 1GB rechnern und moströsen diensthandys begegnen sie dem übermächtigen konsortialpartnern. der gegner rüstet mit Geschäftsprozessoptimierung und Arbeitsablauforganisation auf. wir halten mit Verwaltungsverfahrensgesetzen und Ad-Hoc Workflow-Komponenten dagegen. die entscheidung fällt beim Elektronischen Akt.
da kann auch nur ein österreichischer beamter drauf kommen, seine akten liebevoll als akt zu bezeichnen.
da kann auch nur ein österreichischer beamter drauf kommen, seine akten liebevoll als akt zu bezeichnen.
paranoid - am Dienstag, 2. März 2004, 22:50
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mein erster arbeitstag in linz.
so schlimm ist der dialekt gar nicht. zumindest wenn man sich in englischen fachbegriffen unterhalt. außer Chip-Keys, die heissen hier Makerln, oder so.
kein klischee, sondern wahr, als erstes wird mir 'ausgiebigst' erklärt, wie man eine dieser hightec kaffeemaschinen bedient. es gibt 20 verschiedene Kaffeesorten. dazu 4 verschiedene tassengrößen. jetzt nur nichts falsch machen. sonst hat man den espresso in der michkaffeeschale.
umgekehrt ist auch nicht besser. ich habe es probiert.
so schlimm ist der dialekt gar nicht. zumindest wenn man sich in englischen fachbegriffen unterhalt. außer Chip-Keys, die heissen hier Makerln, oder so.
kein klischee, sondern wahr, als erstes wird mir 'ausgiebigst' erklärt, wie man eine dieser hightec kaffeemaschinen bedient. es gibt 20 verschiedene Kaffeesorten. dazu 4 verschiedene tassengrößen. jetzt nur nichts falsch machen. sonst hat man den espresso in der michkaffeeschale.
umgekehrt ist auch nicht besser. ich habe es probiert.
paranoid - am Montag, 1. März 2004, 23:43
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was verbindet einen zufällig ausgewählten berliner mit 'österreich'?
er sitzt gerne im bergstübl in mitte. dort trifft er mehr ~er als in ~ selbst
er wundert sich, wofür ~ische landsleute so alles bekannt wurden. kennt aber eigentlich nur 3 und ötzi
er hat schräge ~ische filme im off-kino gesehen wo wörter wie waschschüssel drin vorkommen.
er hatte mal eine freundin aus ~ die nach berlin kam. aber nicht wegen ihm.
sein motorrad sah schon mal einen teil von ~. auch schon von der seite.
er schreibt in ein weblog mit ~ischer 'feder'. weil es gerade da war.
er hat gelesen über den wiener schmäh und gelernt, dass die form nicht weniger wichtig ist als das gesagte. aber nicht ganz verstanden.
und er hört gelegentlich grissemann und stermann in radio eins. wobei er sich überlegte, was ihn eigentlich noch so mit ~ verbindet.
er sitzt gerne im bergstübl in mitte. dort trifft er mehr ~er als in ~ selbst
er wundert sich, wofür ~ische landsleute so alles bekannt wurden. kennt aber eigentlich nur 3 und ötzi
er hat schräge ~ische filme im off-kino gesehen wo wörter wie waschschüssel drin vorkommen.
er hatte mal eine freundin aus ~ die nach berlin kam. aber nicht wegen ihm.
sein motorrad sah schon mal einen teil von ~. auch schon von der seite.
er schreibt in ein weblog mit ~ischer 'feder'. weil es gerade da war.
er hat gelesen über den wiener schmäh und gelernt, dass die form nicht weniger wichtig ist als das gesagte. aber nicht ganz verstanden.
und er hört gelegentlich grissemann und stermann in radio eins. wobei er sich überlegte, was ihn eigentlich noch so mit ~ verbindet.
paranoid - am Montag, 23. Februar 2004, 21:33
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